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Bläulinge

Brauner Feuerfalter Lycaena tityrus
Brauner Feuerfalter Lycaena tityrus

Die Bläulinge Lycaenidae sind eine Familie mit der Unterfamilie Lycaenina. Die wiederum in vier Triben eingeteilt wird. Ich habe sie zusammengefasst, so dass man sich leichter vertraut mit dieser Schmetterlingsfamilie machen kann, ansonsten wird es wahrscheinlich zu verwirrend.

Die Familie der Bläulinge

Hinzu genommen hab ich noch die Familie der Würfelfalter, die jetzt wieder eine eigenständige Familie ist, aber so ganz geklärt scheint mir das noch nicht zu sein. Es ist eigentlich sehr verwirrend, denn weltweit gibt es immerhin 1500 Arten. In Mitteleuropa und in Deutschland, stellt dieses Familie nur einen einzigen Vertreter, den Schlüsselblumen-Würfelfalter. Der auch schon in der Roten Liste unter „Gefährdet“ geführt wird.

Die Familie der Bläulinge, weltweit etwa 5200 Arten, wird in Unterfamilien unterteilt. Da geht der Streit unter den Experten schon los, wieviele Unterarten es jetzt weltweit sind, ob vier sieben oder acht.

In ganz Europa sind es 154 Arten und zwei Unterfamilien. Lustigerweise hat eine der zwei Unterfamilie auch nur einen Vertreter. Für uns in Mitteleuropa sind wir mit einer Unterfamilie zufrieden und deren 58 Vertretern, in Deutschland werden 48 Arten angeben, wobei ich das stark bezweifle, zumal da auch Alpine Arten dazu gehören und einige nahezu mehr als vom Aussterben bedroht sind. Aber geben wir uns damit mal zufrieden, eine Unterfamilie.

Die 4 Triben

Diese wird also in vier Triben eingeteilt, der eine Tribus sind die Feuerfalter Lycaenini da gehört der Große Feuerfalter Lycaena dispar dazu, der Europarechtlich streng geschützt ist.

Der andere Tribus sind die Zipfelfalter Eumaeini, mit dem einzigsten grünen Tagfalter dem Grünen Zipfelfalter Callophyrus rubi
Und dem Tribus Theclini mit zwei Vertretern dem umtriebigen Nierenfleck Thecla betulae und einem der häufigsten Tagfalter dem Blauen Eichen-Zipfelfalter Favonius quercus
leider sieht man ihn so gut wie nie da er sich die meiste Zeit seines Lebens in den Kronen der Eichen rumtreibt und den Honigtau liebt. Honigtau ist der Kot von Blattläusen und extrem Zuckerhaltig, auch Bienen mögen den Honigtau,. Tannenhonig sowie auch Waldhonig stammt zum großen Teil aus Honigtau.
Der Blaue Eichen-Zipfelfalter ist die einzige Art von bisher genannten Triben der tatsächlich eine blau schimmernde Färbung der Flügel Oberseite hat.

Jetzt kommt der Tribus der Echten Bläulinge Polyommatini , da sind es meist nur die Männchen die echt blau sind, die Weibchen bei den meisten Arten haben eine braune Flügeloberseite. Ohne die Flügelunterseite dieser recht kleinen Schmetterlinge genau zusehen ist es bei fast allen Bläulingen unmöglich die Art zu bestimmen. Auch ist der kleinste Tagfalter der Zwerg-Bläuling der ist mit 2 cm Spannweite extrem klein, aber das größte Problem der Bläulinge ist , das sie ausgesprochene Spezialisten sind.

Monophage Schmetterlinge

Diese spezialisierten Arten sind monophag. Das bedeutet, sie sind komplett abhängig von nur einer einzigen Pflanzenart als Futterpflanze. Bei manchen Arten geht es sogar soweit daß sich ihr ganzes Leben auf dieser einen Pflanze abspielt und das im wahrsten Sinn des Wortes. Ihr Lebensraum ist beschränkt auf nur wenige Quadratmeter um diese eine Pflanze herum.

Symbiose mit Ameisen

Erstaunlicherweise gehen viele Bläulingsarten eine Symbiose mit Ameisen ein, die Raupen können sowohl eine Art Honigtau produzieren, den die Ameisen lieben und die Raupen regelrecht von ihnen an der Pflanze beschützt werden. Andere werden in den Bau getragen und wie eine Königinnen Larve behandelt und gefüttert. Manche Arten fressen sogar die Larven der Ameisen und werden trotzdem gehegt, auch können die Raupen Vibrationen und Geräusche produzieren, die die Ameisen anlocken.

Die Empfindlichkeit der Bläulinge

Das macht die Bläulinge so außergewöhnlich, aber auch so anfällig für Umweltveränderungen und Einflüsse. Fehlen die Ameisen oder die Pflanzen oder beides, wird die Wiese zu früh gemäht, oder überdüngt, ist es aus mit den Bläulingen und zwar mit der gesamten Population, also mit allen die bisher in diesem Biotop gelebt haben. Es hat natürlich katastrophale Folgen wenn der Lebenszyklus dramatisch unterbrochen wird. Deshalb stehen nahezu alle Bläulingsarten auf der Vorwarnliste und viele Arten sind schon ausgestorben oder vom Aussterben bedroht, wie unser wunderschöner Himmelblauer-Bläuling, den man noch vor Jahren in großer Zahl auf nahezu jeder Wiese flattern sah.

Pelargonien-Bläuling

Dafür haben wir jetzt den seit 1989 in Europa eingewanderten Pelargonien-Bläuling der sich mit Vorliebe an die Geranien ran macht, noch ist es ihm hier in Deutschland wohl zu kühl, aber er wird immer öfter gesichtet. Es ist noch zu keiner Massenvermehrung gekommen, was mich bei den überzüchteten Geranien nicht wundert, aber wer weiß schon was die Natur sich alles einfallen lässt. In wenigen Jahren haben wir dann mit der Klimaerwärmung und den massenweisen vorhanden Geranien, vieleicht eine Invasion, wie wir es mit dem Buchsbaumzünsler erleben durften.

Callophrys rubi Grüner Zipfelfalter - Mitglied Bläulinge Schmetterlinge

Grüner Zipfelfalter

Grüner Zipfelfalter- Callophrys rubi – (LINNEAUS, 1758) Auch Brombeer-Zipfelfalter genannt, von  -rubus- Himbeere, Brombeere, im englischen Green hairstreak, im holländischen Groentje, das dürfte Grünchen heißen,  Aussehen Wo trockene Magerwiesen, Fruchtsträucher, [ … ]

Kleiner Feuerfalter Lycaena phlaeas

Kleiner Feuerfalter

Der Kleine Feuerfalter Kleiner Feuerfalter – Lycaena phlaeas – (LINNAEUS, 1761) Die Bläulinge, na ja, eigentlich sind es ja drei Gruppen die zu den Bläulingen Lycaenidae gehören: Aussehen Wenn der Kleine [ … ]

Phengaris nausithous Dunkler Wiesenknopf Ameisenbläuling auf Wiesenknopf

Dunkler Wiesenknopf- Ameisenbläuling

Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling – Phengaris nausithous – (Bergsträsser, 1779) Aussehen Aus der Familie Lycaenidae – Bläulinge , dort aus der Unterfamilie – Lycaeninae – und dort aus dem Tribus Polyommatini – [ … ]

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